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Umweltalarm in Minden

Nach schweren Regenfällen in den vergangenen Wochen sank der Sauerstoffspiegel im Weserzufluss Bastau stark ab. Mit THW-Pumpen sollte ein Fischsterben verhindert werden.

Rund 100 Einsatzkräfte aus insgesamt sechs Ortsverbänden waren beteiligt und sorgten mit Hilfe von Hochleistungspumpen und diversen Elektropumpen für die Belüftung der Bastau. Auf einer Länge von ca. 15 Kilometern entlang des Flussbettes installierten die Einsatzkräfte an sechs Einsatzstellen die Pumpen und sorgten damit für eine Verwirbelung des angesaugten Wassers. Das so mit Sauerstoff versetzte Wasser wurde umgehend in den Fluss zurückgeführt. Auch das Wasser des in der Mindener Innenstadt liegenden Schwanenteichs wurde umgewälzt.

 

Durch die wochenlange Nässe entwickelten sich Verrottungsprozesse auf den bewirtschafteten Feldern, Nährstoffe gelangten in hohen Mengen in das fließende Gewässer. Der Gehalt des Sauerstoffs sank auf einen fischkritischen Wert von unter einem Prozent. Die Folgen waren fatal – viele Fische verendeten, das Wasser verfärbte sich und es kam zu einer starken Geruchsbelästigung. Der Kreis Minden-Lübbecke löste Umweltalarm aus. Neben den Ehrenamtlichen im Einsatzgebiet unterstützte der Mindener THW-Fachberater den einberufenen Krisenstab des Kreises.

 

Insbesondere durch die Havarie- und Drehkolbenpumpen der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus den Ortsverbänden Detmold und Gütersloh konnten große Mengen an Wasser belüftet werden. An fünf weiteren Stellen betrieben Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Lemgo, Minden und Vlotho zahlreiche Tauch- und Schmutzwasserkreiselpumpen. Der Zugtrupp des Ortsverbandes Minden, der den Einsatz koordinierte, wurde durch Kräfte des Ortsverbandes Lübbecke und die Fachgruppe Führung/Kommunikation aus Detmold unterstützt. Die Verpflegung der Einsatzkräfte und die Bereitstellung von Kraftstoffen übernahmen Helferinnen und Helfer der Gütersloher Fachgruppe Logistik.

Die Bemühungen der THW-Kräfte und Feuerwehren, die zuvor bereits ebenfalls Pumparbeiten geleistet hatten, zeigten sich jedoch nicht auf langfristige Dauer als erfolgreich. Nach insgesamt mehr als 48 Stunden durchgängiger Belüftung des Gewässers wurde der Einsatz abgebrochen.

 


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