Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen mit einer Sicherheitsunterweisung auf Havarien vorbereitet
Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen deckt neben bekannten Hochwassereinsätzen unter anderem auch die Abarbeitung von Havarien am öffentlichen Kanalnetz ab. So ist für diese Art von Einsätzen der sachgerechte Umgang mit Gaswarngerät, Dreibock, Sicherheitsgeschirr und Kanalblasen obligatorisch.
Aus diesem Grund wurde das Thema "Einstieg in den Kanal" zunächst theoretisch behandelt, um anschließend in einer Übung das Wissen praktisch anzuwenden. So konnten die Helfer, nach dem Freimessen der Kanalatmosphäre, zuerst mit angelegtem Sicherheitsgeschirr und gesichert durch den Dreibock in einen Sickerschacht auf dem Gelände des Feuerwehrausbildungszentrums Lemgo (FAZ) einsteigen, um ein Gefühl für das Material zu bekommen.
In Schächte soll generell nur mit diesen Sicherheitsmaßnahmen eingestiegen werden. Kommt es zu einem Unfall der eingestiegenen Person im Kanalnetz, kann diese einfach durch den Sicherungsposten an der Einstiegsstelle durch die Rettungshubfunktion geborgen werden.
Um zu demonstrieren, wie schwierig die Bergung einer verunfallten Person ist, die ohne Sicherheitsausrüstung hinabgestiegen ist, wurde das Anlegen eines Sicherheitsgeschirrs bei einer solchen Person geübt. Zuerst befand sich die Person in einem ca. zwei Meter tiefen Sonderbauwerk, in dem das Arbeiten von zwei Helfern unter beengten Verhältnissen möglich war. Im zweiten Teil wurde dieses Szenario in einen ca. fünf Meter tiefen Regelschacht mit einem Durchmesser von nur einem Meter geübt. Dieser Durchmesser findet sich bei den meisten Schachtbauwerken der Kanalisation wieder. Aufgrund der sehr beengten Verhältnisse konnte nur ein Helfer dem Verunfallten das Geschirr anlegen.
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27.02.10 Von: Malte Nowak