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Einsatz in Namibia beendet

Erkundungs- und Koordinierungsteam zurück in Europa











EU-Team bei der Ankunft in Windhoek




Einsatzgebiet des Detmolder THW-Helfers: Die nordöstliche Caprivi-Region mit Grenzen zu Zambia, Zimbabwe und Botswana




Eines der Fahrzeuge des Erkundungsteams




Auf dem Weg in die Caprivi-Region




Unwegsames Gelände: Erkundung per Fahrzeug




Fernab überregionaler Straßen




Erkundung zusammen mit dem UNDAC-Team der Vereinten Nationen




Flüchtlingscamp in der Caprivi-Region




Flüchtlingscamp in der Caprivi-Region




Erkundung per Boot




Überschwemmte Gebiete




Übergabe von Hilfsgütern: Die stellvertretende namibische Premierministerin (5.v.l.) zusammen mit der Leiterin der Europäischen Delegation in Windhoek (4.v.l.) im Kreise des EU-Teams

Die schwersten Überschwemmungen der letzten Jahrzehnte im Süden Afrikas haben in Namibia katastrophale Ausmaße. Etwa 20% der Bevölkerung sind unmittelbar von den Überflutungen der Flüsse Okavango, Zambesi und Chobe betroffen, mehrere zehntausend Menschen mussten evakuiert werden. Es handelt sich um die am dichtesten besiedelte Region des Landes.

Die Regierung von Namibia hat daraufhin am 23. März die weltweite Staatengemeinschaft um Unterstützung bei der Bewältigung dieser Katastrophe ersucht.

 

Im Auftrag der Europäischen Kommission wurde am 24. März ein sechsköpfiges Erkundungs- und Koordinierungsteam, darunter Thorsten Meier vom Detmolder THW, zusammengestellt und kurz darauf in die Überschwemmungsgebiete entsandt. Ziel der Mission: Den Umfang der Schäden analysieren, unmittelbare Bedarfe zur Rettung von Menschenleben feststellen, die europäischen Mitgliedsstaaten informieren und Hilfslieferungen koordinieren.

 

Nach dem Eintreffen in Windhoek nahm das international besetzte Team unverzüglich Kontakt mit den vor Ort zuständigen Behörden sowie der EU-Delegation und den Vertretern der Vereinten Nationen auf. Letztere hatten aufgrund des Umfangs der Katastrophe ebenfalls ein UNDAC-Team entsandt, mit dem die folgenden Erkundungs- und Koordinierungsaufgaben in enger Zusammenarbeit durchgeführt wurden.

 

Da sich das Überschwemmungsgebiet über eine Distanz von mehr als 800 km vom Nordwesten bis in den äußersten Nordosten des Landes ausdehnte, entschieden sich UNDAC- und EU-Team zu einer gemeinsamen Erkundung, aufgeteilt in drei jeweils gemeinschaftlich besetzte Einzelteams für die Regionen im Westen, in der Mitte sowie im Osten Nord-Namibias.

 

Nach Ankunft im ca. 1.200 km von Windhoek entfernten Einsatzgebiet wurden die Überschwemmungsgebiete per Geländewagen, Boot und Hubschrauber erkundet. Ziel war, einen Überblick über das Ausmaß der Schäden sowie die Zahl betroffener Einwohner zu erhalten. Dazu gehörte auch die Erkundung von Flüchtlingscamps, Gespräche mit lokalen Behörden und Hilfsorganisationen.

 

Die Ergebnisse der Erkundung wurden täglich der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt, die diese an die Mitgliedsstaaten weitergab. Auf Basis der festgestellten Bedarfe haben mittlerweile zahlreiche europäische Länder Gelder bzw. Hilfsgüter zur Verfügung gestellt.

 

Erste Hilfslieferungen konnten noch während des Aufenthalts des Erkundungs- und Koordinierungsteams in Namibia in Empfang genommen und in die Verteilung gegeben werden.

 

Der Einsatz des Teams wurde am 7. April mit einem Abschlussbericht in Brüssel beendet.




Links:

Bericht auf www.thw.de

Bericht der THW-Geschäftsstelle Bielefeld

Bericht der Delegation der EU-Delegation in Namibia

Pressebericht der EU-Delegation in Windhoek/Namibia

Monitoring and Information Centre (MIC) der EU-Kommission

Bericht des Auswärtigen Amtes




07.04.09

 


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