Abbruch an der Niese: THW übt Abbriss eines Gebäudes
Im großen Naturschutzgebiet Nieseniederung bei Schwalenberg haben die Kameraden der ersten Bergungstruppe des THW Ortsgruppe Detmold im Rahmen einer regelmäßig durch- geführten Übungseinheit in Zusammenarbeit mit der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Lippe den Abriss eines teilbeschädigten Gebäudes situationsnah trainieren können. "Da im Naturschutzgebiet noch überwiegend bachbegleitende Grünlandflächen zu finden sind, die als Wiese oder Weide genutzt werden, stehen dort oftmals Gebäude und Unterstände für das Vieh oder kleinere Feldscheunen für landwirtschaftliche Geräte", erläutert Jens Omilian von der unteren Landschaftsbehörde.
Diese Zweckbauten sind meist sehr einfach gestaltet, als Baumaterial überwiegen Ziegel- steine und Holz. Viele dieser Gebäude werden heute nicht mehr gebraucht und somit auch nicht mehr unterhalten. Der Zahn der Zeit setzt den Gebäuden zu, Ziegel brechen ab, Dach- konstruktionen werden morsch und Pfannen fallen vom Dach. So muss Jens Omilian zu Recht fürchten, dass solche Gebäude im schlimmsten Fall eine Gefahr für Personen und Sachen darstellen. Auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche im Naturschutzgebiet Nieseniederung stand eine solche Feldscheune. Mit bereits eingestürzter Dachkonstruktion und morscher Verbretterung war die Feldscheune dem Verfall preisgegeben. Ein Umbau des maroden Gebäudes als Quartier für Fledermäuse wäre zu kostenintensiv gewesen, so kam laut Omilian zur Abwendung einer möglichen Gefahr nur der Abriss des Feldgebäudes in Frage. So kamen die Kameraden des THW ins Spiel. Unter Leitung des Gruppenführers Volker Haase wurden die Dachpfannen abgenommen, der Dachstuhl abgetragen und die Ziegelwände eingerissen. "Bei den Arbeiten steht die Sicherheit im Vordergrund", betont Volker Haase. "Deshalb sind alle THW-Kameraden mit Helmen, Sicherheitskleidung und Sicherheitsgurten ausgerüstet." Mit einfachem technischen Gerät erfolgte der Abriss der alten Feldscheune schnell und sicher. Die anfallenden Baustoffe wurden getrennt und unter Mithilfe eines örtlichen Landwirtes entsorgt.
Volker Haase und Jens Omilian freuten sich nach erfolgter Arbeit darüber, dass diese gelungene Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und technischem Katastrophenschutz beiden Seiten etwas gebracht hat Eine realistische Übung für das THW verbunden mit der Beseitigung einer möglichen Gefährdung durch ein einsturzgefährdetes Gebäude. Deshalb wurde bei einem abschließenden kühlen alkoholfreien Getränk sofort eine weitere lose Zusammenarbeit bei möglichen anderen Projekten im Rahmen von Übungseinheiten vereinbart.
Quelle: Pressemitteilung 121/2006 vom 30.06.2006 des Kreises Lippe
Links:
Pressemitteilung der Kreisverwaltung Lippe
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