"Ab jetzt darf nichts schief gehen", war die Parole am 28. Juni um 22 Uhr. Mehrere Großpumpen des THW brummten entlang des Farbenwegs und der Sinalcostraße in Detmold. Ein Hochwasser?
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 DIA-Schmutzwasserpumpe
 Einsatzplanung durch Lars Meier, Gruppenführer WP und Thorsten Meier, Ortsbeauftragtem
 Einweisung der Unterstützungsmannschaft aus Paderborn
 Bereitstellen des Materials
 Vorbereiten der Saugschläuche
 Anschließen der Saugschläuche
 Auslegen der Druckschläuche
 Das Ankuppeln der Druckschläche ist Teamarbeit.
 Ein Teil der Schlauchstrecke
 Auffangbecken mit Hannibal-Pumpe
 Becken während des Betriebes
 Kontrolle des Wasserstandes im Pumpwerk
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Nicht eine Katastrophe war der Grund für die Betriebsamkeit der THW-Helfer, sondern ein kurzfristig notwendig gewordener Umbau an einem Pumpwerk der Stadt Detmold. Dieses fördert das Abwasser mehrerer Detmolder Stadtteile aus Sammelkanälen zur Kläranlage. Für die nächtlichen Arbeiten mussten aber alle stationären Pumpen abgestellt werden, deshalb stand die Stadt vor der Frage, wie der Ausfall überbrückt werden könnte. Die Verantwortlichen riefen beim THW Detmold an und schilderten die Aufgabe. Die Spezialisten der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen machten sich sofort an die Planung.
Kniffelig war die Aufgabe aus mehreren Gründen: Es musste nicht nur ein halber Kilometer Pumpstrecke überbrückt werden, sondern auch ein druckseitiger Höhenunterschied von mehreren Metern und eine Ansaughöhe von fünf Metern. Für die Verlegung der Schlauchstrecke musste extra eine vielbefahrene Umgehungsstraße die Nacht über für den Verkehr gesperrt werden. Messungen ließen zudem ein Schmutzwasservolumen von fünf Kubikmetern pro Minute erwarten. Da ein Rückstau unbedingt vermieden werden musste, sollte zudem Redundanz für die eingesetzten Pumpen gestellt werden.
Der OV Detmold griff in den Technikbaukasten des THW und forderte Unterstützung durch die Pumpengruppen aus Gütersloh und Paderborn an.
Am Mittwoch Nachmittag begannen die Arbeiten. Die DIA-Pumpe der Detmolder Einheit wurde am Pumpwerk stationiert und förderte das Wasser von dort bis zu einem Sammelbecken. Dort arbeiteten zwei Pumpen aus dem OV Paderborn und drückten das Wasser aus dem Becken durch die restliche Schlauchstrecke in den Kanal zur Kläranlage.
Ab dem Moment, als das Pumpwerk abgeschaltet wurde und die Umbauten begannen, mussten die ehrenamtlichen THWler besonders wachsam sein, denn bei einem Ausfall nur einer ihrer Pumpen wäre der Pegel im Kanal innerhalb von Minuten in kritische Bereiche angestiegen. Um dem vorzubeugen, standen Helfer der Fachgruppe aus Gütersloh mit ihrer Börger-Pumpe den ganzen Abend über am Pumpwerk in Bereitschaft, um im Falle des Falles einzuspringen.
Dies war allerdings nicht nötig und auch die Wartungsarbeiten waren bereits nach wenigen Stunden beendet, so dass die THW Pumpen bereits früher als geplant abgeschaltet werden konnten. Nach insgesamt zwölfstündigem Einsatz konnten die letzten THW-Helfer am Donnerstag gegen fünf Uhr wieder einrücken.
Die Verantwortlichen der Stadt Detmold zeigten sich begeistert darüber, dass die Maßnahme, an der insgesamt etwa 40 THW-Helfer aus drei Ortsverbänden beteiligt waren, so reibungslos vonstatten ging.
Eingesetzte Einheiten
Detmold: FGr WP, FGr Bel, ZTr
Gütersloh: FGr WP
Paderborn: FGr WP
Links:
Bericht auf www.thw.de
THW-Ortsverband Gütersloh
THW-Ortsverband Paderborn
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29.06.06 Von: Oliver Charles